Feeding for baby
Von Philips
12/22/2022
3-4 Min. Lesezeit

Das Füttern eines Säuglings ist mehr als nur Ernährung - es kann eine Zeit der Intimität und Bindung sein. Hinzu kommen die wichtigen Signale zwischen Eltern und Baby, die dazu beitragen, die Fütterung zu kontrollieren, damit das Baby sicher und bequem trinken kann.
Aber spielt es eine Rolle, ob das Baby mit der Flasche oder der Brust gefüttert wird? Um herauszufinden, ob sich die Interaktionen zwischen Eltern und Baby zwischen Flaschennahrung und Stillen unterscheiden, wurde eine Originalstudie unter Müttern mit vollständig ausgetragenen Säuglingen unter 6 Monaten durchgeführt, die derzeit gestillt wurden.
In früheren Untersuchungen wurden Säuglinge, die mit Muttermilchersatz gefüttert wurden mit Säuglingen verglichen, die mit echter Muttermilch gestillt wurden. Dabei wurde unter anderem bei Säuglingen, die mit echter Muttermilch gestillt wurden seitens der Eltern eine größere Sensibilität für die Signale des Babys festgestellt.
Die Forscher des Center for Health Research der California Polytechnic State University waren allerdings der Meinung, dass sämtliche limitierende Faktoren beseitigt werden müssen, um mögliche neue Erkenntnisse gewinnen zu können. Es sollte keine weitere Studie durchgeführt werden, in der mit Muttermilchersatz gefütterte Säugling mit Säuglingen verglichen werden, die mit echter Muttermilch gefüttert wurden. Denn dies würde die komplexe Realität zu sehr vereinfachen – einschließlich Eltern, die ihr Baby abwechselnd mit der Flasche füttern und stillen sowie zwischen Muttermilchersatz und echter Muttermilch wechseln.
In dieser Studie wechselten dieselben Mütter zwischen Fütterung durch Stillen und durch Flasche (mit ihrer eigenen abgepumpten Muttermilch). Da die Babys bei beiden Fütterungsformen die gleiche Milch erhielten, konnten sich die Forscher ausschließlich auf die Interaktionen, Fütterungsmethoden und Resultate konzentrieren.
Dabei wurde festgestellt, dass Mütter mehr oder weniger gleich empfindlich auf die Signale und Ängste ihres Babys reagieren – unabhängig davon, ob sie ihr Baby stillen oder mit der Flasche füttern. Die Babys gaben der Mutter dieselben eindeutigen Signale und reagierten ebenso aufmerksam auf die Mutter, wenn sie mit Spielen (Förderung des sozioemotionalen Wachstums) oder mit Gesprächen (Förderung des kognitiven Wachstums) mit dem Baby interagierte.
Außerdem zeigten die Säuglinge nur geringe Unterschiede zwischen getrunkener Menge, wenn sie mit der Flasche gefüttert wurden oder an der Brust gestillt wurden und behielten die gleiche Trinkgeschwindigkeit bei. Allerdings dauerte die Fütterung der Säuglinge beim Stillen länger als bei der Fütterung der abgepumpten Milch über das Fläschchen.
Darüber hinaus stellten sich die Forscher die Frage, ob sich die getrunkene Menge von Babys – aus der Flasche oder an der Brust – abhängig von ihrer Ernährungsvorgeschichte unterscheiden würde. Es stellte sich heraus, dass Babys, die öfter mit der Flasche gefüttert wurden, tendenziell mehr Milch aus der Flasche tranken, als Babys, die gestillt wurden.
Im Gegensatz dazu neigten Babys, die nicht oft mit der Flasche gefüttert wurden, dazu, beim Stillen mehr zu trinken. Außerdem gaben erfahrene Mütter mit älteren Kindern ihrem Säugling mehr Milch als Eltern von Erstgeborenen.
Für viele Eltern können die Ergebnisse dieser Studie durchaus beruhigend sein. Ein Wechsel zwischen Flaschenernährung mit abgepumpter Milch und Stillen an der Mutterbrust scheint die Interaktionen zwischen Mutter und Kind nicht zu beeinflussen. Außerdem nimmt das Baby weiterhin eine gesunde Menge an Muttermilch auf – möglicherweise etwas mehr, abhängig von der Erfahrung des Kindes, aber durchaus im gesunden Rahmen.
Referenz
1 Ventura A, Hupp M, Lavond J. Mother-infant interactions and infant intake during breastfeeding versus bottle-feeding expressed breast milk. Matern Child Nutr. 2021 Oct;17(4):e13185.