Am Maastricht University Medical Center+ (MUMC+) in den Niederlanden hat sich die Elektrophysiologie (EP) in den letzten dreizehn Jahren bemerkenswert verändert. Früher verließen sich Elektrophysiolog*innen vor allem auf Radiologie und Fluoroskopiebilder. Heute haben technologische Fortschritte die Arbeitsweise von Elektrophysiolog*innen verändert.
Als Prof. Kevin Vernooy vor dreizehn Jahren seine Tätigkeit als Elektrophysiologe aufnahm, basierte die Elektrophysiologie stark auf Fluoroskopie, wodurch sowohl Klinikteams als auch Patient*innen hohen Strahlendosen ausgesetzt wurden. Mit der zunehmenden Komplexität der Verfahren wurde das Bedürfnis nach sichereren und effizienteren Arbeitsabläufen im EP-Labor immer wichtiger. MUMC+ war mit mehreren Monitoren und fragmentierten Systemen konfrontiert, was die koordinierte Verwaltung von Bildgebung, Kartierung und Verfahrensführung erschwerte.
Die Strahlendosen, die wir erhielten, waren viel zu hoch – nach heutigen Normen nicht mehr akzeptabel. Wir brauchten ein neues System, um die Strahlenexposition zu verringern und die Integration zu verbessern.
Philips bietet eine umfassende Lösung, wie die EP-Suite, die Modalitäten der Bildgebung, einschließlich intrakardiale Echokardiographie und elektroanatomischer Kartierung, in ein einheitliches, anpassungsfähiges Anzeige-System integriert. Dies ermöglichte es den Klinikteams am MUMC+, je nach Phase des Eingriffs, nahtlos zwischen verschiedenen Ansichten umzuschalten – etwa beim Einsetzen von Kathetern, bei Transseptumpunktionen oder beim Kartieren von Arrhythmien. Prof. Kevin Vernooy erläutert: „Jetzt können wir Bildschirmgrößen und Eingaben dynamisch anpassen, je nachdem, an welcher Stelle des Vorgangs wir uns gerade befinden. Das ist ein großer Schritt nach vorne im Hinblick auf Workflow-Effizienz und Sicherheit."
Prof. Vernooy sagt, dass die Integration neuer Technologien am MUMC+ zu einer deutlichen Reduzierung der Fluoroskopie-Nutzung, einer verbesserten Visualisierung der Herzstrukturen und einer erhöhten Präzision der Eingriffe geführt hat. MUMC+ ist jetzt in der Lage, hybride Eingriffe in Kooperation mit Herzchirurg*innen durchzuführen. Dadurch wird das Behandlungsspektrum erweitert und mehr Menschen erhalten eine bessere Versorgung.
Mit den neuen Technologien hat es wirklich einen großen Unterschied gemacht, dass wir jetzt tatsächlich neue Dinge visualisieren können, die wir zu jener Zeit, vor mehr als 10 Jahren, noch nicht visualisieren konnten.