Referenzprojekte St Georg

Technologie  auf neuestem Stand

Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

 

In der Asklepios Klinik St. Georg ist die Vision eines ambitionierten Mediziners Wirklichkeit geworden: In Europas größtem Katheterzentrum können Ärzte seit 2009 nach dem neuesten Stand der Forschung Herzerkrankungen behandeln. Eingriffe an den Herzklappen, an den Herzgefäßen, den peripheren Gefäßen und am Herzmuskel sind hier möglich.

An der Spitze durch moderne Technologie

Professor Karl Heinz Kuck Asklepios Klinik St. Georg

Verfolgt hat diese Vision Professor Dr. med. Karl-Heinz Kuck, Leiter der Abteilung Kardiologie in der Asklepios Klinik St. Georg. Verwirklicht wurde sie Ende 2009 mit dem neuen Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrum der Klinik. Hier stehen den Medizinern zwei Hybrid-Operationssäle zur Verfügung, zwei Herzkatheter-Labore, zwei Elektrophysiologie- Labore, ein Angiographie-Labor sowie ein Stereotaxie-Labor. Damit verfügt die Klinik St. Georg über eine der modernsten kardiologischen und angiologischen Interventionsebenen Deutschlands.

 

Schon jetzt werden im neuen Hybrid-OP etwa 200 Eingriffe an Herzklappen pro Jahr durchgeführt – Tendenz steigend.

Bessere Diagnose – bessere Behandlung  

Interview mit Dr. med. Ulrich Schäfer, Spezialist für Herzklappen und zuständig

Herr Dr. Schäfer, was hat Sie bewogen, Ihre Arbeit am Asklepios-Klinikum St. Georg aufzunehmen?

 

Mich hat die Aussicht gereizt, mit modernster Technik Patienten helfen zu können. Die Kombination eines vollwertigen chirurgischen OP-Saals mit einer leistungsfähigen, fest installierten Röntgenanlage ist State of the Art.

 

 

Worin besteht der große Vorteil von bildgebender Diagnostik in einem OP?

 

Während des Eingriffs stehen uns sämtliche Bilder aus der Diagnostik zur Verfügung. Alle relevanten anatomischen Orientierungspunkte lassen sich auf den Monitoren im OP und Schaltraum darstellen, was uns eine optimale Platzierung der Aortenklappe ermöglicht. Die genauere Bildgebung ermöglicht eine viel bessere Diagnose und damit Behandlung.

Was sind die entscheidenden Vorteile eines Hybrid-OP?

 

Der Hybrid-OP ist für uns nicht so sehr für den im Notfall eintretenden chirurgischen Eingriff wertvoll, sondern vor allem für Patienten gedacht, bei denen wir im Voraus bereits wissen, dass wir an ihnen mehrere unterschiedliche Eingriffe vornehmen müssen. In solchen Fällen wechselt dann einfach das Spezialistenteam im OP, während der Patient vor Ort bleiben kann. Ein Umlagern oder Transport entfällt und der Hochrisikopatient wird geschont.

 

 

Für welche Verfahren wird Ihr Hybrid-OP hauptsächlich eingesetzt?

 

Eigentlich müsste der Saal Hybrid-Katheterraum heißen, denn 90 Prozent der Interventionen sind Kathetereingriffe. Für 2012 erwarten wir einen Anstieg der TAVI auf 42 – 45 Prozent. Und zwölf neu entwickelte Klappen, die von der Herzspitze aus appliziert werden, sind bereits in der Pipeline. Sie sollen 2012 auf den Markt kommen. In diesem Bereich schreitet die Spezialisierung rasend schnell voran. In zwei bis vier Jahren wird dann das Thema herausnehmbare künstliche Aortenklappen akut – und da werden wir vorn dabei sein.

Über Qualität, Spezialisierung und Attraktivität  

Interview mit Prof. Dr. med. Karl-Heinz Kuck, Leiter der Abteilung Kardiologie im Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrum der Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

Was war für Sie besonders an der Asklepios Klinik St. Georg, als Sie mit der Arbeit hier begannen?

 

Als ich 1994 in St. Georg begonnen habe, waren die äußeren Umstände nicht gerade ideal. Die Kardiologie war verstreut auf mehrere Pavillons, es gab 16-Bett-Zimmer, die Patienten mussten über die Straße in das Katheterlabor geschoben werden, das in einem 20 Quadratmeter großen Container untergebracht war. Da stand ich als Arzt oftmals mit schlechtem Gewissen am Patientenbett, schließlich muss nicht nur die Qualität meiner Arbeit, sondern das gesamte Umfeld stimmen, damit sich die Patienten wohl fühlen.

 

 

Was hat sich in Ihrer Zeit verändert?

 

Wir haben mit der FD-Reihe Diagnose- und Interventionstools erhalten, die uns das Arbeiten auf höchstem Niveau ermöglichen und damit eine optimale Patientenbehandlung. Mit den zwei Vorbereitungs- bzw. Aufwachräumen haben wir zudem Zimmer geschaffen, in denen sich die Patienten wohl fühlen und nach einem Eingriff gut überwacht werden können. Es kommt zu keiner Verzögerung auf dem Weg in den Operationssaal mehr.

 

 

Wie wichtig ist die technische Ausstattung für Ihre tägliche Arbeit?

 

Wenn wir beste und innovative Medizin leisten wollen, brauchen wir natürlich entsprechend ausgestattete Behandlungsräume. Wir wollen am Puls der Forschung sein und die Patienten von den neuesten Entwicklungen profitieren lassen.

 

Es ist doch so: Wir Ärzte wollen und können gute Arbeit von hoher Qualität liefern, aber auch wir wollen in einem fördernden Ambiente arbeiten und dazu gehört neben dem Ärztekollegium auch eine entsprechende Ausstattung und damit eine Anbindung an Innovationen. Konkret heißt das: Mit dem Qualitätsniveau, mit dem ich hier in St. Georg arbeite, gewinne ich natürlich internationale Experten, die sich hier weiter spezialisieren wollen. Dadurch, dass wir auf der Geräteseite auf dem neusten Stand sind, können wir diese Spezialisierung vorantreiben.

 

 

Was genau bringt diese Spezialisierung mit sich?

 

In den Bereichen Elektrophysiologie, interventionelle Kardiologie und Behandlung von Herzinsuffizienz hat sich inzwischen so viel getan, dass bereits eine Subspezialisierung nötig ist, um eine gute Behandlung der Patienten zu erreichen. Daher hat im Herzzentrum jeder Kardiologe sein Spezialgebiet, in dem er diagnostiziert und behandelt. Er erreicht dadurch gegenüber anderen, allgemeinen Kardiologen eine viel höhere Fallzahl. Die Kombination dieser Fachdisziplinen mit der Herzchirurgie in einem Herzzentrum ist in Deutschland einzigartig. Hier ist bei Komplikationen gleich ein Facharzt zur Stelle. Auch schwierige Fälle gehören zu unserer täglichen Arbeit. Wir weisen so gute Behandlungserfolge auf, dass immer mehr Patienten auch aus dem europäischen Ausland zu uns kommen, die in ihrer Heimat als nicht mehr behandelbar gelten – und wir können ihnen im Großteil der Fälle helfen. Ich rechne mit einem weiteren Anstieg der Patientenzahl von 10 bis 20 Prozent in den kommenden Jahren.