Philips Respironics stellt auf der Medica 2009, dem weltgrößten Forum für Medizintechnik, eine neue Generation der sogenannten REMstar Schlaftherapiesysteme zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen vor.
Die Continuous Positive Airway Pressure (CPAP)-Therapie ist der Goldstandard in der Behandlung von Obstruktiver Schlafapnoe (OSA). OSA ist eine chronische Erkrankung, die unbehandelt beispielsweise Diabetes und verschiedene ernstzunehmende Herz-Kreislauferkrankungen begünstigt. Der Erfolg einer CPAP-Behandlung hängt im Wesentlichen davon ab, wie gut die Patienten die Therapie annehmen. Je länger die Therapie nachts eingesetzt wird, desto wirksamer ist sie. „Entscheidend hierfür ist, dass der Patient die Atmung mit dem Therapiegerät als so natürlich wie möglich empfindet. Neben dem speziellen digitalen automatischen Algorithmus, der den Beginn der Ein- und Ausatemphase erkennt, bieten unsere Flex-Technologien dem Patienten bei jedem Atemzug genau die richtige Druckunterstützung oder -entlastung“, beschreibt Michael Remmers, Marketing Direktor Home Healthcare Solutions, die Vorteile des neuen Systems. „Dies erleichtert den Betroffenen, die Therapie zu akzeptieren, vermeidet Folgeerkrankungen und spart somit dem Gesundheitswesen langfristig Kosten.“
Zu trockene Atemluft kann die Akzeptanz der Therapie ebenfalls gefährden. Philips Respironics hat daher als erster Hersteller eine intelligente Luftbefeuchtungssteuerung in das Schlaftherapiesystem integriert. Ein Sensor misst während der Nacht Temperatur und Luftfeuchtigkeitsgehalt des Schlafzimmers. Aus diesen Informationen wird der optimale Feuchtigkeitsgrad für den Patienten ermittelt, der dem Patienten mit der Luft zugeführt wird. So wird verhindert, dass sich in Maske oder Schlauch Kondenswasser bildet, welches den ungestörten Schlaf behindern kann. Eine spezielle Konstruktion – die sogenannte Dry Box - des Luftbefeuchters verhindert auch im gekippten Zustand ein Eindringen von Wasser in das Gerät. Die Luftbefeuchtungssteuerung und das Gerät lassen sich über einen einzigen Drehknopf intuitiv bedienen. Das System wirkt drohenden Atemstillständen (Apnoen) entgegen, bevor sie auftreten und erkennt, speichert und differenziert verschiedene Ereignisse während der Nacht. Sämtliche, auf einer SD-Karte gespeicherten Daten können vom behandelnden Arzt ausgelesen werden und die Therapie sofort darauf abgestimmt werden.
„Mit diesem System setzen wir einen neuen Standard in der Schlafmedizin. Es erfüllt die Anforderungen des Gesundheitsmarktes nach effektiven Behandlungsmöglichkeiten und die Ansprüche der Patienten nach einer einfachen und komfortablen Therapie“ fasst Michael Remmers zusammen.
Schlafstörungen sind ernstzunehmende Erkrankungen. Durch eine konsequente Therapie lassen sich gesundheitliche Risiken minimieren und die Lebensqualität dauerhaft steigern. Nahezu 5 Prozent der Bevölkerung sind von Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) betroffen, vorwiegend übergewichtige Männer im mittleren Alter.
Betroffene leiden unter Leistungseinschränkungen wie Konzentrationsproblemen oder Reaktionseinschränkungen und sind fünf- bis sechsmal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt. Unbehandelt erhöht Schlafapnoe das Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalls und von Herz-Kreislauferkrankungen. Ein umfangreiches Datenmanagementsystem ermöglicht dem medizinischen Personal die Überwachung sämtlicher Therapieparameter und informiert, wenn eine Therapieanpassung notwendig wird. Spezielle Flex-Algorithmen, wie A-Flex, C-Flex+ oder auch Bi-Flex, sind klinisch validierte Technologien und haben ihre Wirksamkeit im Vergleich zur Standard CPAP-Behandlung unter Beweis gestellt. Sie unterstützen den natürlichen Atemrhythmus des Patienten und erleichtern ihm somit die Akzeptanz der Therapie. |