Die Mumie kehrt zurück Philips Computertomograph liefert die Bilder

Ein hochmoderner, von Philips für medizinische Zwecke entwickelter Computertomograph macht atemberaubende 3-D-Aufnahmen einer Mumie, die seit annähernd 3.000 Jahren in ihrem Sarkophag eingeschlossen ist.

 

Es handelt sich um den reich verzierten Sarg einer ägyptischen Frau namens Meresamun, die um 800 v. Chr. in einem Tempel in Theben Priesterin gewesen sein soll. Der Sarg ist vollständig intakt und geschlossen. Die Kuratoren des medizinischen Zentrums des orientalischen Museums von Chicago, in dem sich der Sarkophag seit mehr als 80 Jahren befindet, haben sich bisher gegen eine eingehendere Untersuchung der Mumie gewandt, um eine Beschädigung der beeindruckend schönen Verzierungen zu vermeiden.

 

Nun konnten Forscher mit einem neuen Computertomographen, der normalerweise zur Diagnose und Behandlung von Patienten eingesetzt wird, erstmalig erstaunliche 3-D-Bilder der Frau erzeugen, die in dem kunstvoll bemalten Sarg ruht. Die Bildaufnahme erfolgte zunächst mit einem Computertomographen mit 64 Detektorzeilen. Anschließend wurden die Aufnahmen mit dem Brilliance iCT-Scanner von Philips mit 256 Zeilen wiederholt. Mit dem Brilliance iCT konnten die Wissenschaftler mehrere Tausend Bilder erstellen und so ein hochdetailliertes 3-D-Bild von Meresamun gewinnen, ohne die fragilen sterblichen Überreste der Umgebungsluft auszusetzen.

 

Die neue Scan-Technologie ermöglicht Forschern den Blick durch die Wand des Sarkophags auf die Mumie, die in mehrere Schichten Leinenbinden eingehüllt ist. Mit dem Scanner kann nun Schicht für Schicht betrachtet werden, bis schließlich das Skelett selbst zum Vorschein kommt. Zu sehen sind auch Objekte in den Augenhöhlen – vermutlich Steine – ebenso wie die noch vorhandenen inneren Organe.

 

Die Wissenschaftler setzten den iCT-Scanner ein, um mehr über das Leben von Meresamun und ihren Tod zu erfahren. Dr. Emily Teeter, Ägyptologin am Institut für Orientalistik der Universität Chicago: „Ich bin von den Aufnahmen begeistert – die Mumie liegt unberührt in ihrem Sarkophag, und wir können wie mit Röntgenaugen innere Merkmale des Sargs, die Umhüllung und die Menge des verwendeten Leinens sehen.“

 

Meresamun soll etwa um 800 v. Chr. gelebt haben und zum Zeitpunkt ihres Todes ungefähr 30 Jahre alt gewesen sein. Die Zeichen an ihrem Sarg deuten darauf hin, dass sie im Amuntempel im südägyptischen Theben Priesterin und Sängerin war. Diese Vermutung stützen die Forscher auf Erkenntnisse über andere Frauen, die denselben Namenstitel trugen. Ebenso ist wahrscheinlich, dass Meresamun einer sehr einflussreichen Familie entstammte.


„Der iCT-Scanner ermöglicht uns, selbst komplexe Anatomien in Sekundenschnelle zu analysieren“, so Dr. Michael W. Vannier, Professor für Radiologie an der Universität von Chicago. „Die Bilder sind atemberaubend, schärfer und kontrastreicher als alle bisherigen Aufnahmen. Wir sehen kleinste Dinge, zum Beispiel Abnutzungserscheinungen an Zähnen. Darüber hinaus lassen sich die einzelnen Einbalsamierungsschritte deutlich nachvollziehen und das Alter besser bestimmen. Damit können wir nun viele Fragen beantworten, die nach den ersten Scans im Jahr 1991 offen geblieben sind.“

 

Dr. John W. Steidley, Vice President des Geschäftsbereichs Global CT von Philips: „Der Brilliance iCT ist das Flaggschiff unserer Computertomographen-Reihe. Er wurde für höchste Leistungen bei routinemäßigen Kopf- und Körperscans entwickelt und soll für anspruchsvolle Fälle wie herzkranke, verletzte und adipöse Patienten sowie von der Kinder- bis zur Altersheilkunde eingesetzt werden. In diesem Fall jedoch konnten wir unseren Kunden mit einer neuen Einsatzart und den Bildern einer 3.000 Jahre alten Mumie zufrieden stellen, eine Applikation, an die unsere Entwickler gar nicht gedacht haben – sie beschäftigen sich schließlich damit, lebenden Menschen zu helfen. Dennoch gewähren uns die qualitativ hochwertigen Bilder des Brilliance iCT außergewöhnliche Einblicke in den menschlichen Körper.“

 

Der iCT-Scanner erreicht hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten. Davon profitieren Patienten, denn das Gerät kann einen Ganzkörper-Scan in weniger als einer Minute ausführen und dabei präzise Bilder sich bewegender Organe aufnehmen. Die Abbildung eines Herzens gelingt in nur zwei Herzschlägen. Auf dieser Grundlage können umfassende Diagnosen exakt und zeitnah gestellt werden.

 

Ansprechpartner für Journalisten

Mag. Ingun Metelko
Philips Austria, Konzernkommunikation
Triester Straße 64, A-1101 Wien
Tel +43/1/60101-1451
Fax +43/1/60101-1500
+ingun.metelko@philips.com

Über Philips

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Mit dem 3-D-Scanner kann Schicht für Schicht betrachtet werden, bis schließlich das Skelett selbst zum Vorschein kommt. Zu sehen sind auch Objekte in den Augenhöhlen – vermutlich Steine. (1_Meresamun)

 

 
 
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Die neue Scan-Technologie ermöglicht Forschern den Blick durch die Wand des Sarkophags auf die Mumie, die in mehrere Schichten Leinenbinden eingehüllt ist. (2_Meresamun)

 
 
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Ein hochmoderner, von Philips für medizinische Zwecke entwickelter Computertomograph macht atemberaubende 3-D-Aufnahmen einer Mumie, die seit annähernd 3.000 Jahren in ihrem Sarkophag eingeschlossen ist. (4_Meresamun)

 
 
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