Hybrid-OP - Zukunftsweisender Operationssaal für den Einsatz neuer Therapien und verbesserte Patientenversorgung

November 24, 2010

Herzkranke Patienten können in Zukunft noch besser versorgt werden. Ein innovatives Operationssaal-Konzept ermöglicht es, dass Herzchirurgen, Kardiologen und Gefäßmediziner interdisziplinär komplexe Operationen durchführen, neue Therapieverfahren umsetzen und dabei die Risiken für den Patienten minimieren.

 

Ein signifikantes Beispiel für einen Eingriff im Hybrid-OP ist der minimal-invasive, das heißt kathetergestützte Herzklappenersatz. Idealerweise wird dieser im Hybrid-OP - einer Synthese aus kardiochirurgischem Operationssaal und vollwertigem Herzkatheterlabor - durchgeführt. Betroffen sind besonders ältere Menschen mit zum Beispiel einer Aortenklappenstenose. Mit zunehmendem Alter und bei Vorliegen von Begleiterkrankungen zählt diese Patientengruppe zu den Hochrisikopatienten, mit der Folge, dass diese häufig nicht operiert werden können. Für diese Patienten ermöglicht die Durchführung des kathetergestützten Herzklappeneingriffes im Hybrid-OP erstmals eine adäquate Behandlungsmethode.

 

Kathetergestützte Eingriffe machen den Einsatz einer Hochleistungs-Röntgenanlage in einem herzchirurgischem Umfeld erforderlich. Wie dieses in der Praxis aussieht, präsentieren der Medizintechnikspezialist Maquet und Philips, einer der führenden Anbieter bildgebender Medizinsysteme in Kooperation auf der diesjährigen Medica. Gemeinsam zeigen die Unternehmen einen voll ausgestatteten und funktionsfähigen Hybrid-OP auf dem Maquet-Stand in Halle 12, D 50/51.

 

Während Maquet ein vollständiges Hybrid-OP Paket, u. a. bestehend aus einem speziellen OP-Tischsystem, OP-Leuchten und einer Bild- und Datenmanagementlösung liefert, sorgt Philips für die Integration der Angiografieanlage. Diese erlaubt die dreidimensionale Darstellung des Herzens und der Gefäße. Nur mit ihr ist die präzise Bildgebung möglich, die für minimal-invasive Eingriffe zwingend notwendig ist. Besonders der Kardiologe orientiert sich bei der Steuerung des Katheters durch den Körper an den Bildern, die während des Eingriffes gemacht werden. Ergänzend hierzu liefert ein Ultraschall-System mittels einer in die Speiseröhre eingeführten Sonde weitere für die Behandlung wichtige dreidimensionale Bilder des Herzens. Für den Chirurgen wiederum ist ein voll ausgerüsteter OP-Saal maßgeblich, um im Fall von Komplikationen sofort auf den konventionellen OP-Betrieb umzustellen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Synchronisation, dem exakten Zusammenspiel von OP-Tischsystem und Angiografieanlage.

 

Mit der neuen, voll integrierten Hochleistungs-Technik können die Ärzte in interdisziplinärer Zusammenarbeit neben dem kathetergestützten Herzklappenersatz oder Herzklappenrekonstruktionen über Katheter am schlagenden Herzen auch minimal-invasive Bypassoperationen vornehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Implantation von Gefäßprothesen in die Hauptschlagader. Großes Potential für den Einsatz des Hybrid-OPs bietet auch der Bereich der Neurochirurgie.

 

Ärzte, Klinikverwaltungen und Krankenhausplaner erhalten auf der Medica 2010 in Düsseldorf (17.-20. November) einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten bei der Planung, Umsetzung und Ausstattung eines Hybrid-OPs aus einer Hand und profitieren zusätzlich vom umfassenden Know-how beider Unternehmen auf dem Gebiet der Herz- und Gefäßchirurgie.

Bild 1

Im Hybrid-OP können Herzoperationen dank der Bildgebung minimalinvasiv durchgeführt werden.

Bild 2

Der Arzt verfolgt auf dem Bildschirm den Weg des Katheters während der minimalinvasiven Herz-OP.

Weitere Informationen nur für Journalisten:

Mag. Ingun Metelko

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